Recruiting aus Südafrika – AllerBus bekommt internationale Verstärkung im Linienverkehr

Pressemitteilung vom 27.04.2026

Die Verdener Verkehrsgesellschaft mbH (VVG/Allerbus) stellt sich aktiv den wachsenden Herausforderungen im Fahrpersonalbereich und beschreitet gemeinsam mit weiteren kommunalen Verkehrsunternehmen neue Wege in der Nachwuchsgewinnung. Ziel ist es, dem zunehmenden Fachkräftemangel nachhaltig zu begegnen und die Zukunft des öffentlichen Personennahverkehrs langfristig zu sichern.

In den vergangenen Jahren ist die Zahl der qualifizierten Bewerbungen auf offene Stellen im Fahrdienst deutlich zurückgegangen. Laut den Berufsverbänden werden bundesweit bis 2030 etwa 85.000 neue Busfahrer:innen benötigt. Vor dem Hintergrund des bundesweit steigenden Bedarfs an Berufskraftfahrern wird sich auch bei AllerBus die demografische Entwicklung deutlich bemerkbar machen: „Bis Ende 2030 werden rund 25 Fahrdienstmitarbeiterinnen und -mitarbeiter in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Dieser altersbedingte Personalabgang unterstreicht zusätzlich die Notwendigkeit, frühzeitig in die Gewinnung und Ausbildung neuer Fahrerinnen und Fahrer zu investieren, um die Leistungsfähigkeit des Fahrbetriebs langfristig sicherzustellen“, erklärt Henning Rohde, Geschäftsführer der VVG.

Um dieser Entwicklung zu begegnen, erfordert es innovative und zukunftsorientierte Lösungen. Vor diesem Hintergrund ist die Verdener Verkehrsgesellschaft mbH Gründungsmitglied der GQI – „Genossenschaft für Gewinnung, Qualifizierung und Integration von Personal im Transportgewerbe eG “ mit Sitz in Hamburg, die sich auf die internationale Rekrutierung und Qualifizierung von Busfahrerinnen und Busfahrern spezialisiert hat.

Im Rahmen dieses Pilotprojekts werden durch weitere Partner – wie die Frontseat GmbH Hamburg - erfahrene Busfahrerinnen und Busfahrer aus Kapstadt in Südafrika im Rahmen einer geregelten Arbeitsmigration langfristig und nachhaltig in die kommunalen Verkehrsunternehmen integriert. Die Frontseat GmbH verfügt über umfassende Erfahrung in der internationalen Fachkräftegewinnung, u. a. in der Seeschifffahrt.

Bereits vor ihrer Einreise werden die neuen Mitarbeiter in Südafrika mit gezieltem Sprachunterricht in der deutschen Sprache fit gemacht. Nach ihrer Ankunft in Deutschland erfolgt die weiterführende Qualifizierung, um sie optimal auf den Einsatz im deutschen Linienverkehr vorzubereiten.

Die erste Gruppe von insgesamt 10 Fahrerinnen und Fahrern – darunter vier Frauen und sechs Männer mit langjähriger Berufserfahrung im Stadtverkehr von Kapstadt – ist bereits in der letzten Woche in Goslar eingetroffen. Seit ihrer Ankunft nehmen sie an einem umfassenden Integrations- und Qualifizierungsprogramm teil - dazu gehören unter anderem die Umschreibung der Fahrerlaubnisse, intensiver Deutschunterricht und interkulturelles Training. Die praktische Ausbildung im Rahmen der „beschleunigten Grundqualifikation“ beginnt im Mai in der Fahrschule Treffpunkt in Langelsheim.

Am 24. April stellten sich die neuen Kolleginnen und Kollegen im Rahmen eines gemeinsamen Treffens erstmals ihren zukünftigen Arbeitgebern vor. Die persönliche Begegnung bot Gelegenheit für einen ersten Austausch und unterstreicht die partnerschaftliche Zusammenarbeit aller beteiligten Unternehmen. „Bereits Ende letzten Jahres durften wir unsere neuen Kolleginnen und Kollegen im Zuge eines Bewerbungsgesprächs per Videokonferenz kennenlernen. Wir freuen uns, dass bereits vorab ein persönlicher Austausch stattfinden konnte und sind voller Vorfreude, die drei neuen Kolleginnen und Kollegen für die Einsatzorte Verden und Walsrode begrüßen zu dürfen“, ergänzt Rohde.

Der Einsatz der neuen Kolleginnen und Kollegen ist ab Mitte Juni 2026 bei den beteiligten Partnerunternehmen in Goslar (Stadtbus Goslar), Verden (AllerBus), Hannover (üstra Reisen) und Hildesheim (Stadtverkehr Hildesheim) vorgesehen.

Ein besonderer Fokus liegt auf der erfolgreichen und langfristig angelegten Integration der neuen Mitarbeitenden. In den jeweiligen Einsatzbetrieben werden sie zudem von erfahrenen Mitarbeitenden als Patinnen und Paten begleitet, um ihnen den Einstieg in den Arbeitsalltag sowie das Leben in Deutschland zu erleichtern.

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